Autorenarchiv: Patti Arnott
🔑 Sicheres Verhalten entsteht nicht zufällig. Es tritt ein, wenn Einstellungen, subjektive Normen und die wahrgenommene Verhaltenskontrolle übereinstimmen. Im letzten Teil unserer Reihe zur Theorie des geplanten Verhaltens zeigen wir, wie Führungskräfte all diese Aspekte zusammenführen können, um sicherere Ergebnisse zu erzielen.
Wollten Sie jemals das Richtige tun, hatten aber das Gefühl, dass die Chancen gegen Sie standen? Genau in diesem Bereich zwischen Absicht und Handlung kommt die wahrgenommene Verhaltenskontrolle (PBC) ins Spiel.
Soziale Normen sind nicht bloß Hintergrundrauschen. Sie prägen unbewusst, was als akzeptabel gilt. Ob im Cockpit, im Hangar oder im Büro – die meisten von uns achten ständig auf Hinweise: Was machen die anderen? Was wird hier erwartet?
Wurden Sie schon einmal zu einer Veranstaltung eingeladen, bei der alle anderen den Dresscode zu kennen schienen – formelle Anzüge, elegante Abendkleider –, während Sie in legerer Kleidung erschienen? Dieses unangenehme Gefühl rührt von dem her, was Psychologen subjektive Normen nennen – dem unausgesprochenen Druck, sich anzupassen und so zu verhalten, wie es andere erwarten.
In der Luft- und Raumfahrt heißt es oft: „Die Einstellung ist alles.“ Doch woher kommen diese Einstellungen eigentlich? Und noch wichtiger: Wie können Organisationen sie im Sinne sicherer Ergebnisse beeinflussen?
Ajzen beschrieb die Einstellung zu einem Verhalten als „das Ausmaß, in dem eine Person das betreffende Verhalten positiv oder negativ bewertet“ (Ajzen, 1991). Einfacher ausgedrückt: Es geht darum, ob wir glauben, dass eine Handlung zu Ergebnissen führt, die wir schätzen.
Warum entscheiden Sie sich, joggen zu gehen, eine Flasche zu recyceln oder in einer Besprechung das Wort zu ergreifen? Es mag sich wie eine spontane Entscheidung anfühlen – aber die Wissenschaft sagt etwas anderes.









